Die analytische Gruppentherapie ist
eine eigene und gut ausgearbeiteten Therapieform, die in ihrer
Wirksamkeit mindestens so gut wie eine
Einzeltherapie ist.
Eine Therapiegruppe besteht aus bis zu neun
Mitgliedern, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren fest zusammenarbeiten. Sie bietet so einen haltgebenden Raum für individuelle Entwicklungsprozesse.
Sie ermöglicht:
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Die Erfahrung, dass es für die eigenen
Schwierigkeiten, Verhaltens- und Erlebensweisen Gründe gibt, die in ungelösten und unbewussten Konflikten aus der eigenen Lebensgeschichte liegen, und dass es in jedem eine Tendenz gibt,
Problematisches zu wiederholen, solange diese tieferen Konflikte nicht erkannt sind.
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Das Erkennen unbewusster Muster, wodurch
es möglich wird, Entwicklungen und Entscheidungen des bisherigen Lebens in einem anderen Licht zu sehen.
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Die Erfahrung, dass man in der Gruppe
nicht allein bleiben muss mit seinen Problemen und dass die Hilfe der anderen nicht in Ratschlägen besteht, sondern in einem Austausch über das, was jeder in der Gruppe und mit jedem
einzelnen Teilnehmenden und der Leiterin erlebt.
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Die Erfahrung, dass in der Gruppe durch
die Beteiligung aller etwas Wertvolles entsteht, was keiner der Teilnehmenden für sich alleine schaffen kann, und in dem jeder Teilnehmende eigene Anteile wiederfinden kann, verbunden mit der
Erfahrung in einer Gruppe, dass man die Hilfe anderer Menschen auf eine gute Weise in Anspruch nehmen kann.
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Die Erfahrung, dass durch eine Zunahme an
Einsichten die Übernahme von Verantwortung für sich und sein Handeln selbstverständlicher Ausdruck von Autonomie wird, und dass das Leben dadurch nicht unbedingt einfacher, aber besser, weil
stimmiger und zum Eigenen wird.